Wagenstallermühle
Wagenstallermühle
Wagenstallermühle
Wagenstallermühle
Mühle - damals und heute
Hier eine kurze Chronik unserer Mühlengeschichte:
925
wurde unsere Mühle zum ersten Mal erwähnt.
1925
brannten Wohnhaus, Stall, Stadel und Mühle nieder.
Es erfolgte der Wiederaufbau des Anwesens
1927
kauften August und Katharina Wagenstaller die Mühle
1945
wurde nach Plänen von Professor Rudolf Esterer (Schlösser und Seenverwaltung München) das Haus mit Antrags- (Kirchen)stuck durch Wilhelm Maile gestaltet
Wagenstallermühle
Meisterbrief Meisterbrief Meisterbrief
Die Meisterbriefe dreier Generationen
GESCHICHTE UND TECHNIK DER MÜLLEREI:
Mühle in Sorrent
Mühle damals - in Pompey
Mühle in Bad Winzheim
Mühlenmuseum in Bad Winzheim
Walzenstuhl
Annelie Wagenstaller am Walzenstuhl
Walzenstuhl
Wagenstallermühle
Plansichter in der Wagenstallermühle
Mein Grossvater
August Wagenstaller
Vom Korn zum Mehl
Erst nach der Weiterentwicklung der Reibsteine zu Handmühlen, wo das Zerreiben des Korns zwischen zwei Steinen durch drehende Bewegung geschieht, kann man vom eigentlichen Mahlen sprechen. Mühle bezeichnete also eine Zerkleinerungsmaschine mit umlaufendem Mahlwerkzeug. In späterer Zeit beschreibt "Mühle" aber auch das ganze Gebäude mit all seinen technischen Einrichtungen. Durch die Fortentwicklung haben sich mit der Zeit auch die Antriebsarten verändert. Die Arbeitskraft von Mensch und Tier wurde durch die Nutzung von Wasser- und Windkraft ersetzt.
Der Mahlvorgang
Das angelieferte Getreide wurde vom Müller in den Trichter über den Mühlsteinen geschüttet, der mit dem Rüttelstuhl auf die Zarge aufgesetzt ist. Aus dem Trichter fällt nun das Korn über den Rüttelschuh an der Haue vorbei in den Mahlspalt zwischen Läufer- und Bodenstein. Zwischen den Mühlsteinen wird das Getreidekorn in Mehl und Grieß zerlegt. Die Schale des Korns fällt als Kleie an. Per Hand mussten früher die groben Bestandteile aus dem Mehl ausgesiebt werden. Seit dem 16. Jh. Übernahm diese Arbeit der Beutelkasten. Über das Mehlrohr fallen Mehl, Grieß und Kleie aus der Zarge in den Beutel im Inneren des Beutelkastens.
Walzenstühle
Ab 1830 verdrängten die Walzenstühle die Steinmahlgänge. Damit wurde die Müllerei technisch revolutioniert, und die Leistung stieg um ein vielfaches.
Um 1900 hatte der Walzenstuhl bereits seine charakteristische Bauform gefunden.
Über Speisewalzen wird das Mahlgut zwischen zwei geriffelten Hartgusswalzen oder auch Porzellanwalzen geleitet, die sich mit unterschiedlicher Geschwindigkeit gegeneinander drehen. Dadurch werden die Körner zerbrochen bzw. das Mahlgut weiter verfeinert. Walzenabstreifer (Bürsten) halten die Walzen sauber, damit die Mahlleistung erhalten bleibt.
Der Plansichter
Er besteht aus zwei Siebstapeln mit jeweils 13 Siebkästen und ist freischwingend aufgehängt. Ein Kurbelantrieb versetzt ihn in konzentrisch kreisende Bewegungen und erzeugt dadurch die Wirkung eines Handsiebes.
Schwere Teile wie Mehl, Dunst und Grieß werden nach unten abgesiebt, während leichtere Schalenteilchen oben "schwimmen". Die einzelnen Siebe liegen untereinander und sind je nach Feinheitsgrad mit Drahtgewebe oder Seidengase bespannt, und sortieren so das Mahlgut in seine verschiedenen groben und feinen Bestandteile.
Durch hölzerne Rohre gelangen die groben Teile zum nächsten Walzstuhl, Die Grisse zu Grießputzmaschine und das feine Mehl zur Absackbank, wo es in Säcke abgefüllt wird.
Der Zerkleinerungsprozess vom Korn zum Mehl läuft in mehreren Phasen ab, wobei folgende Produkte entstehen:
Schrot ist das grob zerkleinerte Getreidekorn, das noch alle Bestandteile (Schale, Keimling und Mehlkörper) enthält.
Kleie besteht aus Schalenteilen und Keimlingen, die bei der Mehlherstellung ausgesiebt werden.
Grieß entsteht nach Absiebung der Kleie und nochmaliger Zerkleinerung des Mehlkerns nach dem Schroten.
Dunst ist die Bezeichnung für körniges Mehl, das bei der Weizenvermahlung aus den Grießen hergestellt wird.
Mehl ist das feinste, pulverförmig zerkleinerte Mahlprodukt. Seine Farbe wird durch den Ausmahlungsgrad bestimmt: Die Typenzahl gibt die unverbrennbaren Mineralien und Ballaststoffe im Mehl an. Verbrennt man z.B. 100g Mehl, und es bleiben 405 Milligramm Asche übrig, erhält man die Type 405. Das heißt also, je höher die Typenzahl des Mehls ist, desto mehr Schalenanteile sind enthalten.
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